Wer kennt Jack White noch nicht? Spätestens seit dem Einzug von „Seven Nation Army“ in die Fußballstadien dieser Welt, oder der Kollaboration mit Alicia Keys beim Titelsong zum letzten Bond-Film sollte es bei diesem Namen fast überall Klick machen. Ja, Jack is back! Sicher, er war nie weg, ein oder zwei Alben im Jahr kommen schon zusammen wenn man alle seine Bands und Projekte berücksichtigt (für eine ausführliche Diskographie bitte bei discogs.com nachschlagen). Jetzt kommt ein neues Projekt hinzu: The Dead Weather.
Eine Supergroup des amerikanischen Untergrunds, die sich aus Jack White (The White Strips, The Raconteurs), Alison Mosshart (The Kills), Jack Lawrence (The Raconteurs, The Greenhorns) und Dean Fertita (Queens Of The Stone Age) zusammensetzt. Puh, aber dieses Namedropping kann man sich einfach nicht entgehen lassen. Was erwartet den Hörer auf Horehound? Derbster Voodoo Blues Rock, streckenweise breitbeinig im 70er Rock watend. Mal extrem verzerrt und brachial, dann wieder bis aufs Skelett abgenagt, aber nicht minder eindringlich. Hits? Schwierig, sehr schwierig. Reizlos? Mit Sicherheit nicht. Wer sich nicht vor sperriger Musik fürchtet und wer solcher Musik Zeit zum Entfalten einräumen kann, sollte diesen Silberling ruhig mal antesten. Oder, wie sagten die Ärzte neulich: „Jazz ist anders“. In diesem Zusammenhang sollte allerdings ergänzend hinzugefügt werden: Pop ist definitiv ganz anders!
PS: Übrigens, sehr interessantes Video zu Treat Me Like Your Mother von Jonathan Glazer (u. a. auf ihrer Homepage). |